Seinen Senf dazugeben (müssen)


Seinen Senf dazugeben (müssen)
Seinen Senf dazugeben [müssen]
 
Die Wendung wird umgangssprachlich gebraucht um auszudrücken, dass jemand ungefragt [zu allem] seine Meinung sagt, seinen Kommentar gibt. - So heißt es z. B. in Edgar Hilsenraths Roman »Der Nazi & der Friseur«: »»Ich warte, bis sich Deutschland erholt.« Und Frau Schmulevitch gab ihren Senf dazu. Sagte: »Ja. Ich auch.«« (S. 331). - Vergleiche auch die in Österreich gebräuchliche Variante »seinen Kren zu etwas geben«.
 
 
Hilsenrath, Edgar: Der Nazi & der Friseur. Köln: Literarischer Verlag Helmut Braun, 1977.

Universal-Lexikon. 2012.

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